Wer mir schon länger folgt – mindestens elf Jahre, um genau zu sein -, der erinnert sich eventuell noch daran, dass ich damals drei Monate in Australien verbracht habe. Es war meine allererste Reise alleine, die erste so weit weg und ebenfalls war ich das erste Mal so lange von „zu Hause“ weg.
Australien hat damals viel mit mir gemacht, ich bin enorm gewachsen und in meiner persönlichen Entwicklung weiter gekommen. Ich habe mich damals in dieses Land, den Kontinenten verliebt und wollte immer mal wieder zurück.
Ich muss dazu sagen, dass ich damals maximal in den USA gewesen bin, sonst immer nur in Europa. Und auch wenn Australien im ersten Moment den USA ähnlich erscheint, so ist es doch komplett anders. Die Stimmung, die Menschen – es ist einfach ein anderer Vibe, den ich so das erste Mal erlebt hatte.
Und auch nach all den Jahren und zahlreichen Reisen an die verschiedensten Orte der Welt, wo ich die unterschiedlichsten Kulturen entdecken durfte, hat es mich dennoch immer wieder gereizt nach Australien zurückzukehren.
Fast forward: wir haben Anfang des Jahres spontan einen Flug gebucht und sind vier Tage später nach Down Under geflogen. Endlich!




Nach 11 Jahren zurück in Sydney
Auch wenn unser erster Stop Byron Bay war, möchte ich dennoch mit Sydney beginnen. Hier habe ich vor elf Jahren die meiste Zeit verbracht und quasi gelebt. Daher hat dieser Ort auch einen ganz besonderen Wert für mich.
Wie es der Zufall wollte, hatten wir für die ersten Tage auch noch ein Hotel, das fünf Minuten zu Fuß von der Wohnung entfernt lag, in der ich damals mit Freunden gelebt habe. Natürlich musste ich dort vorbeischauen und es war spannend zu sehen, wie sich zum Teil nichts, aber gleichzeitig auch super viel verändert hatte.
Die Gegend gefiel mir auch jetzt noch super gut. Sie ist super local, entspannt, aber nicht langweilig. Inzwischen gibt es noch mehr kleine Cafés und Restaurants, mehr Wohneinheiten und gefühlt ist einfach generell viel mehr los gewesen.
Die anderen Tage waren wir in Surry Hills, einem Bezirk, den ich damals auch schon sehr mochte.
Und natürlich sind wir auch an all die schönen Strände. Insgesamt haben wir viele Orte besucht, an denen ich auch vor elf Jahren viel gewesen bin und viel hat sich nicht verändert, sie haben mir immer noch so gut gefallen wie damals. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass ich sie sogar noch mehr genießen konnte. Und da es mir so gut gefallen hat, möchte ich heute meine Tipps & Favoriten von unserer Sydney Reise 2026 mit euch teilen.
Unsere Top Nachbarschaften in Sydney
Ganz Sydney haben wir auch jetzt noch nicht gesehen – die Stadt ist unglaublich groß, vor allem inklusive der Randbezirke – aber wir haben uns natürlich dennoch so viel wie möglich angeschaut und unsere Favoriten können wir an der Stelle mit euch teilen.
Erskineville and Newtown
Den Anfang machen natürlich Erskineville und Newtown. Zu Erskineville habe ich ja schon ein wenig etwas geschrieben und alleine schon, weil ich so viel Zeit in diesem Bezirk verbracht und mich so wohl gefühlt habe, muss ich ihn mit aufnehmen. Ich würde ihn eventuell nicht empfehlen, wenn ihr nur für einen kurzen Urlaub in Sydney seid, da man schon immer etwas länger mit der Bahn unterwegs ist, wenn man ins Zentrum oder an die Strände möchte, aber für einen längeren Aufenthalt in Sydney ist es meiner Meinung nach super dort.
Es ist ruhig, grün und man hat eine gute Auswahl an Cafés und Restaurants. Vor allem wenn man in den angrenzenden Bezirk Newtown geht, gibt es davon nochmal sehr viel mehr zur Auswahl. In Newtown kann man abends auch gut weggehen, das haben wir damals vor elf Jahren ein paar Mal gemacht.
Während Erskineville fast schon entspannte Vorort Vibes gibt, ist in Newtown deutlich mehr los und es gibt tolle Shopping und Entertainment Möglichkeiten, wie z.B. Kinos.
Surry Hills
Eventuell hat mir Surry Hills so gut gefallen, da dieser Bezirk etwas hipper, trendiger und kreativer ist. Das merkt man anhand zahlreicher kleiner Boutiquen, Second Hand und Vintage Geschäften sowie einer bunten Vielfalt an Cafés, Restaurants und Bars.
Ruhig bzw. langweilig wird es in Surry Hills nie. Egal zu welcher Uhrzeit man durch die Straßen läuft, es ist immer etwas los. Und irgendwie war es genau das, was uns hier so gut gefallen hat. Tagsüber saßen die Leute draußen in den Cafés, haben gebruncht oder einfach nur Kaffee getrunken und die Stimmung war einfach nur ansteckend gut.
Viel Shoppen waren wir nicht, da der Koffer leider bereits zu voll war und die Kosten für die Reise an sich zu hoch – aber ein wenig in die Schaufenster haben wir dennoch geschaut und so viele schöne Dinge gespottet, von Kleidung bis hin zu Interieur und Dekoration.










North Sydney
Die meisten von euch haben North Sydney vermutlich gar nicht auf den Schirm bzw. hier nur den Luna Park. Als ich vor elf Jahren das erste Mal in Sydney war bin ich auch nur im Luna Park gewesen, habe mir aber nicht wirklich mehr in North Sydney angeschaut. Das haben wir dieses Mal geändert.
Neben dem Luna Park, kann man hier toll am Wasser entlang spazieren, es gibt historische Häuser zu entdecken und einen Mix aus Business und Kaffeekultur. Wir haben einen halben Tag hier verbracht.
Wir haben uns zunächst eine Kleinigkeit zum Essen zum Mitnehmen sowie Kaffee geholt, sind dann durch die Straßen runter zum Wasser und dort dann entlang des Wassers bis zur Harbour Bridge gelaufen, wo wir uns ins Grüne gesetzt und die Sicht auf Sydneys CBD, die Harbour Bridge sowie das Opera House genossen haben.
Manly
Manly war und ist immer noch mein absolutes Highlight in Sydney. Alleine schon die etwa 30-minütige Fahrt mit der Fähre von Circular Quay nach Manly ist ein absolutes Highlight. Die Fahrt von Manly zurück zu Sydneys CBD solltet ihr auf jeden Fall zum Sonnenuntergang machen. Die Sicht auf Sydney und die untergehende Sonne inklusive dem sich verfärbendem Himmel ist wirklich atemberaubend schön.
Wir waren zwei Mal in Manly. Einen Tag sind wir morgens hingefahren, um ein paar Stunden an einem der Strände dort zu verbringen. Von dem kleinen Hafen aus gibt es nämlich vier verschiedene Optionen, die fußläufig erreichbar sind. Wir haben uns für Shelly Beach entschieden und können ihn wirklich nur empfehlen. Der Spaziergang dort hin ist super schön und in der kleinen Bucht kann man toll schwimmen.
Einen anderen Tag sind wir dann abends nach Manly gefahren. Wir haben uns in einem der süßen Restaurants etwas zum Abendessen geholt und uns dann an den Strand neben dem Hafen gesetzt. Die Stimmung hier war toll, es wurde Musik gespielt und überall saßen kleine Gruppen, die den Tag entspannt haben ausklingen lassen.
Strände in Sydney, die einen Besuch wert sind
Sydney bietet eine unfassbar große Auswahl an Stränden. Einige davon sind noch immer auf meiner „Want-to-go“-Liste, aber wir haben auch einige besucht. Als allererstes möchte ich auf Bondi Beach eingehen, da das vermutlich der Strand ist, den die meisten von euch ganz oben auf ihrer Liste haben. Und ja, der Strand ist schön und auch das Meer hier toll. Allerdings ist es hier eher voll und laut. Ich würde sagen, es lohnt sich, einmal vorbeizuschauen, mehr aber auch nicht. Daher nachfolgend die Strände, die ich euch eher empfehlen würde.
Bronte Beach und Tamarama Beach
Nicht weit vom Bondi Beach findet ihr Tamarama Beach und Bronte Beach. Beide Strände sind kleiner als Bondi, aber auch weniger überlaufen und bieten einen meiner Meinung nach entspannteren Vibe. Das Wasser ist hier genauso schön ebenso wie der Strand selbst. Das Gastronomie Angebot ist in direkter Strandnähe etwas kleiner, aber immer noch ausreichend.
Es gibt Strandduschen und öffentliche Toiletten und am Bronte Strand findet man sogar BBQ Stationen und Picknicktische. Als ich vor elf Jahren hier war, sind wir ab und an mal abends zum BBQ und Picknick zum Bronte Beach gefahren.
Maroubra Beach
Etwas weiter weg vom Zentrum und sehr viel ruhiger und lokaler liegt der Maroubra Beach. Durch einen Zufall sind wir hier gelandet, sonst wären wir vermutlich nie auf die Idee gekommen hierhin zu fahren.
Der Strand ist direkt neben Klippen gelegen, die aussehen, als sei man plötzlich auf einem anderen Planeten. Außerdem gibt es hier auch einen Pool unterhalb der Klippen, der Mahon Pool, in dem man kostenlos baden kann.
Die Vielfalt der Natur sowie die entspannte Stimmung haben uns super gut gefallen. Wir waren nachmittags und blieben zum Sonnenuntergang, haben an den Klippen zu Abend gegessen und Surfern im Wasser zugeschaut.
Shelly Beach
Den Shelly Beach hatte ich ja bereits kurz im Bezug auf Manly erwähnt. Ich würde ihn immer dem Manly Beach vorziehen, da er etwas kleiner und ruhiger ist. Außerdem ist er in einer kleinen Bucht, sodass das Wasserzugang etwas geschützt und das Meer somit ruhiger ist, was zum schwimmen gehen super angenehm ist.
Wir hatten uns zuvor Essen und Getränke in der Nähe vom Hafen geholt und waren bestens vorbereitet, um etwas länger zu bleiben. Es hätte aber auch in direkter Strandnähe Café und Restaurantoptionen gegeben, wie wir dann gesehen haben.
Außerdem gibt es nicht unweit vom Strand einen öffentlichen, kostenlosen Pool direkt am Meer sowie Strandduschen.



Wie viele Tage sollte man Sydney machen?
Eine richtige Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Sydney hat so unglaublich viel zu bieten und ich finde, dass man eine Stadt erst dann richtig erleben kann, wenn man mindestens ein paar Wochen oder Monate dort bleibt. Und selbst dann wird man lange nicht alles erleben und erkunden können.
Für den Einstieg würde ich mindestens eine Woche empfehlen, sodass man einen guten Mix aus Sightseeing, Erkunden verschiedener innerstädtischer Bezirke sowie Strandtage an mindestens zwei verschiedenen Stränden machen kann.
Ich bin in diesem Beitrag nicht darauf eingegangen, was man in Sydney alles machen kann und sollte, denn die Liste ist unglaublich lang und ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Ich verbringe die Zeit in einer neuen Stadt immer am liebsten damit, einfach nur durch die Straßen zu spazieren und zu schauen, wo es einen vorbeibringt.
Ich mache eine Liste an Bezirken und Gegenden, die ich gerne erkunden möchte und pro Tag werden zwei davon abgeklappert. So sieht man viel und kann dann bei Bedarf zu den Gegenden zurückkehren, die einem am besten gefallen haben und diese tiefer erkunden.

