Habt ihr schon meinen Beitrag zu unseren Tagen in Sydney gelesen? Wenn nicht, dann solltet ihr dies unbedingt noch nachholen. Und falls ihr ihn bereits gelesen habt, dann wisst ihr bereits, dass wir davor noch ein paar Tage in Byron Bay verbracht haben.
Obwohl ich vor elf Jahren die meiste Zeit in Sydney verbracht hatte und nur ein paar Nächte in Byron Bay gewesen bin, hatte ich mich mehr darauf gefreut. Eventuell liegt das daran, dass Surfen inzwischen so ein präsentes Thema in meinem Alltag ist und man genau das in Byron Bay super machen kann. Vielleicht liegt es aber auch eher daran, dass ich mich aktuell wohler in kleinen Orten und Inseln fühle anstatt in Großstädten.
Beides hat so seine Vor- und Nachteile und bietet je nach Lebensphase, in der man sich befindet, und Prioritäten, die man im Alltag setzt, das passende Umfeld. Nachfolgend erzähle ich euch ein wenig mehr zu unserer Zeit in Byron Bay, teile Tipps und Favoriten mit euch.
Nach 11 Jahren zurück in Byron Bay
Byron Bay hat in den vergangenen Jahren einen großen Hype erfahren. Damals hatte dieser Ort eher den Ruf eines verträumten, entspannten Dorfes, wo man Surfer und Hippies findet. Wir haben damals auf unserem kleinen Roadtrip von Brisbane nach Sydney Halt gemacht, da es noch einer der größeren Orte auf dieser Strecke war und wir ein gutes Hotel gefunden hatten.
Viele Hotels oder Gastronomie gab es damals nicht. Hier und dort waren ein paar kleine Shops, es gab Surfboard Rentals und eine kleine Auswahl an Motels und Cafés. Inzwischen hat sich der Ort gefühlt verdreifacht. Im Kern hat sich gefühlt nicht so viel verändert, aber dieser hat sich im Angebot deutlich vergrößert.
Inzwischen gibt es eine deutlich größere Auswahl an Unterkünften und Hotels, Restaurants und Cafés, Sportstudios und weiteren Aktivitäten. Es ist noch immer überschaubar und kein Angebot, das komplett überfordert, aber ein Angebot an Dingen, das genug Auswahl für abwechslungsreiche Tage vor Ort bietet.
Ich mochte es, wie ruhig und beschaulich damals alles gewesen ist, aber auch trotz des Wachstums, gefiel es mir auch dieses Mal unfassbar gut – oder sogar besser als noch vor elf Jahren. Das kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass ich damals nur einmal mit einem Softboard im Wasser gewesen bin, wir uns das Lighthouse angeschaut haben und ein paar Strände, mehr aber auch nicht. Dieses Mal waren gleichzeitig zwei Freunde vor Ort mit denen wir teilweise zweimal am Tag surfen, Kaffee trinken oder einfach nur am Strand gewesen sind. Unsere Tage in Byron Bay waren super entspannt und wir hatten eine Art Alltag obwohl wir ja nur für ein paar Tage zu Besuch waren.


Byron Bay Aktivitäten
Byron Bay ist vor allem für eines super schön: viel Zeit draußen in der Natur verbringen. Es gibt viele schöne Strände, tolle Surf Spots und man kann Spaziergänge und Wanderungen durch die Natur machen. Egal, ob man aktiv sein möchte oder einfach nur in der Sonne entspannen, getrennt oder in Kombination ist das ohne Probleme möglich.
Abends sitzen die Leute draußen in den Parks oder am Strand, teilweise gibt es Livemusik und die Stimmung ist angenehm und ausgelassen – hier lässt es sich umgeben von fremden Menschen unglaublich gut aushalten und das Leben genießen.
Wir waren am Clarkes Beach, Belongil Beach sowie Tallow Beach und mochten alle super gerne. Außerdem sind wir einen Teil der Strecke des Lighthouse Trails entlang der Küste gewandert, was ich in jedem Fall immer wieder machen würde. Abends ist die Stimmung im Apex Park direkt am Strand und Zentrum von Byron Bay super schön. Am besten holt man sich irgendwo etwas zum Abendessen, setzt sich in den Park und genießt die Aussicht, Stimmung und wenn man Glück hat Livemusik.


Surfen in Byron Bay
Der Hauptgrund, weshalb ich wieder nach Byron Bay wollte, war das Surfen. Als ich vor elf Jahren in Australien war, hatte ich an einem fünftägigen Surfcamp teilgenommen. Danach war ich dann einmal in Byron Bay mit einem Softboard im Wasser gewesen. Surfen konnte ich damals definitiv nicht. Wie ihr wisst, ist das inzwischen etwas anders. Ich bin immer noch nicht unbedingt gut, weiß aber bis zu einem gewissen Grad, was ich da im Wasser eigentlich mache.
Der Surf in Byron Bay und die ganze Stimmung sahen online definitiv wie etwas aus, was mir sehr gefallen würde und dem wollte ich einmal nachgehen. Gesagt, getan. Long story short: ich habs geliebt. Und das, obwohl der Surf dort eine kleine Herausforderung war.
Wir sind nur an einem von vielen Surfspots gewesen: The Pass. Nicht jeder Spot ist für Longboards geeignet und The Pass war die Tage von den Bedingungen super entspannt. Was ich allerdings total unterschätzt hatte: die Menge an Menschen im Wasser. Ja, es ist verdammt voll. Und im Gegensatz zu Bali wissen hier mindestens 90% der Surfer ganz genau, was sie machen. Es waren einfach so viele gute Surfer im Wasser, dass ich Schwierigkeiten hatte mich richtig zu positionieren und dort einzugliedern. Zum Glück bietet The Pass viele Stellen, von denen man in die Welle kommen kann und so hatte ich am Ende jedes Mal ein paar Wellen und jede Menge Spaß.
Die Stimmung im Wasser war je nachdem, wo man saß, super entspannt oder eben doch ein wenig angespannter. Angespannter in dem Sinne, dass viele wirklich gut waren und ihre Wellen haben wollten. Weiter auf der Schulter oder weiter vorne am Spot waren jedoch eher die, die noch lernen, und dort war es dann deutlich entspannter und lustiger.
Ein weiterer Faktor, den ich im Wasser nicht so ganz ausblenden konnte sind die Haie, die es dort an der Küste nunmal gibt. Erst vor ein paar Wochen wurden genau dort super viele Haie gesehen und man konnte ein paar Tage nicht ins Wasser. Ich habe dann einfach immer versucht nicht die zu sein, die am weitestes außen oder hinten saß. Ein komisches Gefühl ist es aber auf jeden Fall, dass dort jeden Moment einfach ein oder mehrere Haie auftauchen könnten.
Tipps für Unterkunft, Restaurants und Cafés
Wir haben die Tage in Byron Bay ein wenig weiter „außerhalb“ verbracht. Wir waren nicht direkt im Zentrum, wo sich der Großteil abspielt, aber auch nur 10min davon entfernt. Also immer noch super gut gelegen.
Generell ist Byron Bay recht klein wodurch man auch mit einer Unterkunft nicht direkt im Zentrum immer eine gute Wahl trifft. Vor allem, da es auch super einfach ist von A nach B zu kommen – hierzu gleich noch mehr.
Wir hatten uns ins The Sunseeker eingebucht, einem modernen Motel im Stil der 80er Jahre. Alles war super gepflegt und neu und hat überhaupt nicht wie ein Motel gewirkt, wie man es zB aus den USA kennt. Eher wie ein Boutique Hotel.
Generell sind Unterkünfte in Australien recht teuer und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt leider eher selten. Dieses Mal haben wir wirklich nur gute Erfahrungen gemacht, aber es war schon eine Herausforderung etwas zu finden.
Beim The Sunseeker hat wirklich alles für uns gestimmt. Die Lage ist ruhig, fußläufig zum Strand, es gibt kostenlose Parkplätze, man kann sich Fahrräder ausleihen und sogar Surfboards stehen kostenlos zur Verfügung. Das Zimmer war geräumig und hatte alles, was wir für die Tage brauchten.
Normalerweise buchen wir Airbnbs, da wir immer gerne eine kleine Küche haben, aber die Auswahl war leider super klein und schlecht. Daher sind wir doch auf ein Hotel umgestiegen, dass dann zwar keine Küche, dafür aber eine kleine Sitzarea sowie einen Kühlschrank bot.
Restaurants und Cafés gibt es in Byron Bay inzwischen viele. Für Veganer ist die Auswahl zwar überschaubar, aber wir sind dennoch immer fündig geworden. Ich liste euch nachfolgend einfach mal ein paar unserer Favoriten auf:
- Folk Byron Bay
- Blessed Bowls
- Orgasmic Food Byron Bay
- Bali Bagus Café
- Sunday Sustainable Bakery
- The Byron Bay General Store
- The Bayleaf
- The Roadhouse Byron Bay
- Combi Byron Bay









So kommt ihr in Byron Bay am besten von A nach B
Ursprünglich hatten wir geplant einfach ein Uber vom Flughafen in die Stadt zu nehmen, haben uns dann aber kurzfristig doch umentschieden und noch einen Mietwagen für die Tage gebucht. Wir waren uns nämlich nicht ganz sicher, wie wir in Byron Bay selbst von A nach B kommen.
Am Ende hätten wir den Mietwagen vermutlich nicht benötigt, aber da die Kosten für ein Uber genauso hoch waren wie die für einen Mietwagen, hatten wir so zumindest während der Zeit in Byron Bay immer die Option das Auto zu nehmen.
Da der Ort aber nicht sehr groß ist, kann man vieles zu Fuß machen oder man nimmt einen Bus. Die beste Option war am Ende dann aber das Ausleihen von Fahrrädern. Das hatten wir erst gar nicht auf dem Schirm, als wir aber nach einer Möglichkeit geschaut haben, um die Surfboards zu transportieren, wurden uns zahlreiche Fahrradverleihe mit Surfrack Optionen angezeigt. Egal, ob ihr mit oder ohne Surfboard unterwegs seid, nachträglich können wir nun sagen, dass das auf jeden Fall die beste Option ist, um in Byron Bay von A nach B zu kommen. Man kann sich sowohl Elektrofahrräder als auch manuelle Modelle ausleihen.
Ich war etwas überrascht über die Preise, da es nicht ganz so günstig ist, allerdings spart man sich mit dem Fahrrad die Parkgebühren und man ist nochmal ein wenig flexibler als mit dem Auto. Und oben drauf macht es auch noch super viel Spaß mit dem Fahrrad durch die Straßen zu fahren. Daher würde ich auch trotz der recht hohen Kosten in jedem Fall das Ausleihen von Fahrrädern empfehlen.

