Wir Blogger bekommen am Tag so einige Mails von PR Agenturen und Brands, die nach Kooperationen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit fragen. Wenn wir mal ehrlich sind, dann sind wir jedoch nicht bei jeder eintreffenden E-Mail total aus dem Häusschen und voller Vorfreude auf eine Zusammenarbeit, habe ich Recht? Vielleicht mögt ihr das Label einfach nicht oder bei der sogenannten Partnerschaft springt nicht wirklich etwas für euch heraus. Ganz egal, was der Grund ist, es ist wichtig zu wissen, wie man zu genau solchen Angeboten und Anfragen „Nein, danke!“ sagt.

No, thank you

Wir ihr „Nein, danke!“ zu Kooperationsmöglichkeiten sagt

Zuerst solltet ihr euch natürlich darüber im Klaren sein, was ihr im Austausch für einen Beitrag bezahlt bekommen möchtet. Erstellt euch euer eigenes Preismodell für die verschiedenen Kooperationen, die ihr anbieten möchtet. Die Arbeit und Zeit, die ihr in euren Blog und jeden einzelnen Beitrag steckt, ist etwas wert, ist Geld wert. Verkauft euch auf keinen Fall unter Wert oder glaubt ihr, dass beispielsweise die Personen, die euch die Anfragen schicken umsonst arbeiten? Warum solltet ihr das dann tun? Wenn ihr schließlich wisst, welche Kooperationsmöglichkeiten ihr anbieten möchtet und unter welchen Bedinungen ihr diese eingehen würdet, dann seid ihr bereit mit den Agenturen und Brands zu verhandeln bzw. „Nein, danke!“ zu sagen. Nachfolgend findet ihr ein paar Beispiele, wann und wie ihr das tut:

Ihr könntet die Anfrage ignorieren, aber…

Eine E-Mail und somit die Anfrage zu ignorieren ist natürlich der einfachste und schnellste Weg, jedoch ist er nicht sonderlich höflich. Sendet eine Absage und gebt eine kurze Begründung, warum eine Zusammenarbeit für euch nicht in Frage kommt. Ihr solltet den Sender immer so behandeln, wie ihr selbst auch behandelt werden wollt. Und ihr wisst nie, vielleicht seid ihr ja in Zukunft doch irgendwann an einer Zusammenarbeit interessiert?
Eine Ausnahme gibt es jedoch! Wenn es offensichtlich ist, dass sich der Sender der E-Mail kein Stück mit eurem Blog beschäftigt hat und einfach nur eine unpersönliche Rundmail gesendet habt, dann ignoriert sie ruhig!

Macht ein Gegenangebot

Natürlich gibt es oft den Fall, dass man zwar mit dem Brand super gerne zusammenarbeiten würde, aber das Angebot einfach nicht passt. In diesem Fall könnt ihr ganz einfach ein Angebot machen. Erklärt kurz, warum eine Zusammenarbeit unter den genannten Bedingungen für euch nicht in Frage kommt. Ihr könntet kurz erläutern, welche Arten von Kooperationen ihr für gewöhnlich anbietet und zu welchen Bedingungen diese für euch in Frage kommen. Erwähnt in jedem Fall auch, was das Label bzw. die Agentur davon hätte. So weiß derjenige, was du erwartest und so lässt sich gegebenenfalls schneller ein Kompromiss finden, mit dem beide Seiten glücklich sind.

Sagt einfach „Nein, danke!“

Ihr seht keine Möglichkeit einer Zusammenarbeit, denn das Label bzw. das Angebot sagt euch kein Stück zu? Dann schickt einfach eine kurze Absage inkl. Begründung, denn ihr solltet in jedem Fall höflich bleiben. Auch dann, wenn das Angebot wirklich unverschämt ist – wir alle kennen diese Anfragen 😉

Für euch als Blogger ist es notwendig, dass ihr nicht zu allen Möglichkeiten „Ja“ sagt. Verkauft euch niemals unter Wert und versucht exklusiv zu bleiben. Es ist niemals gut nur „sponsored“ Beiträge zu machen und keine klare Linie zu haben. Vor allem aber macht nicht alles umsonst bzw. nur im Austausch gegen Kleidung. Ihr solltet immer auch nach etwas anderem im Austausch für einen Beitrag fragen. Wenn es kein Geld ist, dann zumindest ein Backlink oder das Teilen eures Blogs/ Social Media Accounts. Auch wenn die Kleidung im Shop für Summe XY ausgepreist ist, das Unternehmen zahlt immer nur den Einkaufspreis und auf dieser ist meist deutlich geringer als der im Shop ausgewiesene Preis!